Josef Gosten engagiert sich in seiner Freizeit nicht nur politisch. So war in der Aachener-Zeitung Stadtteil Aachen-Süd / Seite 30 am 7.4.2006 von seinem Besuch in der Kindertagesstätte St. Barbara zu Lesen. Er sorgte für unerwartete Präsente und auch Aufklärung über das Fest :


Mit dem „Hasen“ etwas über Ostern lernen

Rothe Erde. Ein riesiger „Osterhase“ besuchte in dieser Woche die Kindertagesstätte St. Barbara und überreichte den Kindern im Vorschulalter mehrere Geschenke und Ostereier. Jene bedankten sich mit Gesangseinlagen und selbst gemalten Bildern. Der Osterhase wurde von Josef Gosten gespielt, der schon seit drei Jahren Kindern im Aachener Raum auf diese Weise eine Freude bereitet. Dabei wird er von Alwine Jürgensen begleitet, die durch ihre frühere Tätigkeit als Sekretärin in der Pfarre St. Barbara den Kontakt zur Kindertagesstätte hergestellt hatte.

Verkleidet mit einem Hasenkostüm und ausgestattet mit einem Bollerwagen, führte Josef Gosten eine kleine Darbietung vor. Die Kinder bezog er durch Fragen mit ein und animierte sie zum Singen. Am Ende der Vorstellung bekamen die Kleinen eine Tüte aus dem Bollerwagen überreicht, die mit zahlreichen österlichen Geschenken gefüllt war. Natürlich durfte das klassische bemalte Osterei dabei nicht fehlen.

Josef Gosten wird in keiner Weise finanziell unterstützt und führt seine Auftritte privat durch. Nach eigener Aussage schlüpft er besonders gern in die Rolle des Osterhasen und sieht darin eine schöne Abwechslung für die Kinder, die doch eher daran gewöhnt sind, gegen Ende des Jahres vom Nikolaus besucht zu werden.

Die Leiterin der Kindertagesstätte, Anne Hardt, sagte, dass der Auftritt des Osterhasen nicht selbstverständlich sei – schließlich kämen die Kinder hauptsächlich aus Familien mit Migrationshintergrund, die finanziell oft schlechter gestellt sind. Dies drücke sich beispielsweise darin aus, dass manche Eltern ihre Kinder schon vor dem Mittagessen abholen, um nicht in die Verlegenheit zu kommen, den Mittagsbeitrag von knapp zwei Euro bezahlen zu müssen. Nachdem sich die Einrichtung aufgrund dieses Problems im vergangenen Jahr an die Öffentlichkeit gewandt hatte, kommen nun private Sponsoren für die Hälfte dieses Beitrages auf. Zuwendungen wie diese sind für die Kindertagesstätte eine große Hilfe, und auch über die Geschenke des Osterhasen freuten sich die Kinder sehr.

Für Anne Hardt stand beim Besuch von Josef Gosten allerdings nicht der materielle Gedanke im Vordergrund. Der Kontakt wurde vor allem gesucht, um den Kindern ein besonderes Erlebnis zu bieten. Dieses sollte genutzt werden, um den Kleinen die Bedeutung des Osterfestes zu vermitteln – schließlich handelt es sich bei der Kindertagesstätte ja um eine katholische Einrichtung. Dabei käme es allerdings selbstverständlich nicht zur Ausgrenzung anderer Religionen, so Hardt, sondern auch Bräuche wie Ramadan und das Zuckerfest werden mit den Kindern besprochen.

(v. Philipp Schröders AZ)